Sättigungskurve, spektrale

 

[engl. spectral saturation curve], [WA], nach der Definition haben alle Spektralfarben maximale Sättigung (Spektrum). Nach ihrem anschaulichen Sättigungsgehalt (Farbe) unterscheiden sich Spektralfarben jedoch erheblich voneinander. Es wirken z. B. Violett und Blau gesättigter als die folgenden Grüntöne, und Rot wirkt wiederum gesättigter als Gelb, bei dem das anschauliche Minimum der Sättigung liegt. Um methodologische Schwierigkeiten bzgl. eines direkten Vergleichs der einzelnen Farben auf Sättigung zu umgehen, definiert man die Sättigung einer Spektralfarbe durch denjenigen Leuchtdichte-Betrag, der einem Standardweiß zugemischt werden muss, um die Empfindung «ebenmerklich farbig» hervorzurufen. Aus diesen Ergebnissen definiert man nach der Formel

p%3D%5Cfrac%7BL%5Clambda%20%7D%7BLw%2BL%5Clambda%7D

(wobei Lλ der Leuchtdichte einer best. Spektralfarbe und Lw derjenigen für Standardweiß entspricht) den Begriff der kolorimetrischen Reinheit(colorimetric purity) und schreibt die für jede Wellenlänge festgestellten Werte als Ordinate über dem Spektrum als Abszisse an. Dieses Verfahren, ein Äquivalent zur Sättigung zu def., findet man hauptsächlich bei den angelsächsischen Autoren. Eine andere Möglichkeit besteht darin, für jede Spektralfarbe die Anzahl der Unterschiedsschwellen zu einem Standardweiß auszuzählen und wiederum als Funktion über dem Spektrum darzustellen. Beide Verfahren stimmen in Bezug auf das Minimum der Sättigung bei ca. 570 nm überein. Farbwahrnehmung.

Referenzen und vertiefende Literatur

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