Schatten

 

(= S.) [engl. shadow], [KLI], die Analytische Psychologie (C.G. Jung) versteht unter dem S. die bisher im Ich-Aufbau vernachlässigten Eigenschaften. Er setzt sich zus. aus teils verdrängten, teils gar nicht gelebten «psych. Zügen» des Menschen, die aus sozialen, erzieherischen oder anderen Gründen vom Mitleben ausgeschlossen wurden und darum der Verdrängung anheimfielen. Demzufolge kann der S. durch pos. oder neg. Qualitäten gekennzeichnet sein. Es gibt (1) einen persönlichen S. (verdrängte Eigenschaften der betreffenden Person), (2) einen kollektiven S. (vom jew. Kulturkreis verdrängte Eigenschaften) und (3) einen archetypischen S. (die nicht mehr reduzierbare Destruktivität im Menschen; Archtetyp). In die Individuation gehören als 1. Etappe das Bewusstmachen der S.eigenschaften und nachfolg. ihre Integration, d. h. ihre Nachreifung bzw. die bewusste Übernahme der Verantwortung für gelebte S.seiten.

Verwendete Literatur

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