Scheinkorrelation

 

(= S.) [engl. apparent/spurious correlation], [FSE], eine in Korrelationskoeffizienten (überhöht) nachgewiesene wechselseitige Beziehung zw. zwei oder mehr Variablen, die nicht auf einen kausalen Zus.hang der Variablen zurückzuführen ist, sondern darauf, dass die Variablen mit dritten in der Analyse nicht berücksichtigten Variablen kovariieren bzw. konfundiert sind (Konfundierung, Korrelation). Eine S. läge bspw. vor, wenn bei Kleinkindern eine Leistungssteigerung mit einem Training korreliert (und auf dieses zurückgeführt wird), tatsächlich aber mit dem Älterwerden einhergehende Reifeprozesse die Leistungssteigerung bewirken. Korrelationen dürfen aufgrund mögliche Konfundierungen grundsätzlich nicht kausal (Kausalität) interpretiert werden. Der Begriff S. ist insofern irreführend, als impliziert wird, dass eine Korrelation i. d. R. eindeutig interpretierbar sei und nur im Falle einer S. dies nicht der Fall sei. Eine Interpretation einer Korrelation ist bzgl. möglicher Wirkgefüge aber grundsätzlich spekulativ und kann nicht als Beleg dienen. Validität, interne.

Referenzen und vertiefende Literatur

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