Schilddrüsenhormone

 

(= S.) [engl. thyroid hormones], [PHA], Sammelbegriff für die in den Follikelepithelzellen der Schilddrüse gebildeten Hormone. Die beiden mit Abstand wichtigsten S. sind Triiodthyronin (T3) und Thyroxin (Tetraiodthyronin, T4). Sie enthalten als Grundgerüst die Aminosäure Thyronin, die an ihren beiden aromatischen Ringen entweder drei (T3) oder vier (T4) Iodatome enthält. Die Iodierung der S. findet in der Schilddrüse statt, das Iod muss in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen werden. S. steuern den Energiemetabolismus (Metabolisierung) der Zellen, im Kindesalter sind sie für das Wachstum des Organismus notwendig, im Erwachsenenalter steigern sie den Stoffwechsel. Die Sekretion der S. steht unter dem stimulierenden Einfluss des Thyreoidea-stimulierenden Hormons (TSH; Thyreotropin), das im Hypophysenvorderlappen gebildet wird. Die Sekretion von TSH wird wiederum durch das Thyreotropin releasing hormone (TRH, Thyreoliberin) des Hypothalamus gesteuert. TRH und TSH stehen unter dem neg. Feedback der peripheren S.