Schizophrenie, Typ-I-, Typ-II-

 

[engl. schizophrenia, type-I, typ-II], [KLI], in den 80er- und 90er-Jahren des letzten Jhd. wurde der durchaus bemerkenswerte Versuch gemacht, die diagn. Subtypen der Schizophrenie (= S.) zu vereinfachen und zu zwei großen Kategorien zus.zufassen, nämlich Typ-I-S. mit überwiegender Positivsymptomatik und die hauptsächlich durch Negativsymptome gekennzeichnete Typ-II-S. (s. etwa Crow, 1985). Die erste Kategorie, die v. a. Fälle von paranoider S. umfasste, sollte – so die Charakterisierung – besser auf Neuroleptika ansprechen, prognostisch günstiger sein, mit weniger ausgeprägten Hirnveränderungen einhergehen und in geringerem Ausmaß genetisch determiniert sein (Köhler, 2019, 231). Diese Grobeinteilung hat sich aber nie wirklich durchsetzen können – wurde bspw. weder in ICD-10 noch DSM-5 (Klassifikation psychischer Störungen) übernommen – und hat heute eher historische Bedeutung. Problem war offenbar, dass viele Fälle von S. sich nicht in dieses einfache Schema pressen ließen und dass die katatone S. (Katatonie) mit ihren überwiegend psychomotorischen Symptomen von vornherein dort keinen Platz finden konnte.

Referenzen und vertiefende Literatur

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