Schock

 

(= S.) [engl. shock Erschütterung, Stoß, Schlag], [BIO], das reflektorische plötzliche Aussetzen gewisser normaler Körperfunktionen, z. B. Herzfrequenz, Bewusstsein, Atmung, bei unerwarteten Störungen (Verletzungen, innersekretorischen Vorgängen). Man unterscheidet (1) anaphylaktischer S., durch Übersensibilisierung eintretende Zyanose, Streckkrämpfe, Aussetzung der Atmung, (2) apoplektischer S. nach Hirngefäßverletzungen, (3) Bauchschock: nach starkem Stoß gegen den Bauch, (4) hypoglykämischer S.: Schwächegefühl mit Schweißausbruch, (5) psych. oder Nervenschock mit Gemütserschütterung, (6) traumatischer S., Wundschock nach größeren Verletzungen, (7) apperzeptiver S. Das Blockieren der Apperzeption durch Schockwirkung (Orientierungsverlust, Fassungslosigkeit). In der Ps. hat der Begriff S. Verbreitung gefunden, um die Plötzlichkeit, das Unerwartete und die Intensität der nervösen oder auch psych. Reaktion zu kennzeichnen. Psych. S. und Nervens. können traumatische psych. Störung (z. B. Posttraumatische Belastungsstörung) veranlassen.