second messenger

 

(= s.m.) [engl. second zweiter, messenger Bote(nstoff)], [BIO], chem. Systeme, die alternativ oder zusätzlich zu den primären Mechanismen (über Botenstoffe gesteuerte und Ionenkanälen) die Wirkung chemischer Stoffe vermitteln. Bei einer Aktivierung eines Rezeptors durch einen chemischen Stoff führt eine biochemische Veränderung zu Aktivierung eines zweiten Stoffes, s. m., im Zellinneren. Der aktivierte s. m. kann seinerseits eine Reihe von Folgereaktionen in Gang setzen. Im Vgl. zur schnellen Ionenkanalübertragung nimmt dieser Mechanismus mehr Zeit in Anspruch und erzeugt (von der Inaktivierung des s. m. abhängige) länger anhaltende Effekte. S.-M.-Systeme sind hochinteressant, da sie zu der Erklärung beitragen, wie das ZNS (Nervensystem) Veränderungen und Konsolidierungen psychol. Phänomene (wie z. B. Behalten) über die Zeit hinweg bewerkstelligt. Als s. m. fungieren z. B. Ca++, zyklisches Adenosinmonophosphat und Inositoltriphosphat.

Referenzen und vertiefende Literatur

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