Selbst, analytisch nach C.G. Jung

 

(= S.) [engl. self, analytical according to C.G. Jung], [KLI, PER], in der Analytische Psychologie ist das S. die letzte Stufe der Individuation. Es ist (1) ein Archetyp der Ganzheit, der den Individuationsprozess steuert und reguliert, (2) eine annäherungsweise Vereinigung von Bewusstsein und Unbewusstem zu einer umfassenderen, vollst. Persönlichkeit mit hellen und dunklen Seiten und (3) eine dem Ich übergeordnete Instanz, zu der sich das Ich bewusst werdend und entscheidend oder aber passiv-geschehen-lassend verhalten muss. Das S. steuert die Konstellation der Archetypen, die die Individuation vorantreiben. Symbole des S. zeichnen sich durch höchste Numinosität aus und ihnen wird eine persönlichkeitsverändernde, pos.-heilende und neg.-zerstörende Wirkung (in der Psychose) zugesprochen. Diese können sich bspw. darstellen als: alter Weiser, große Naturmutter, göttliches Kind, goldene Kugel, Kristall oder Mandala.

Referenzen und vertiefende Literatur

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