Selbst, psychoanalytische Perspektive

 

(= S.) [engl. self, psychoanalytic view], [KLI, PER], Psychoanalyse; eine Instanz oder ein Konzept, das bei manchen Theoretikern im Zentrum ihrer Theorie steht und oftmals semantische Überschneidungen mit der frühen Verwendung des Ich-Begriffs bei Freud (Instanzenmodell) aufweist; neben Winnicott und E. Jacobson verwendet Kohut explizit einen S.-Begriff. Hartmann (1950, 132) hat darauf hingewiesen, dass das Gegenteil von Objektbesetzung nicht Ich-Besetzung ist, sondern «Besetzung der eigenen Person, d. h. S.besetzung». Er wollte damit zur Klärung des Narzissmus-Begriffs beitragen, indem dieser nicht als «Libidobesetzung des Ichs» (Libido), sondern des S. zu verstehen ist. Jacobson (1973, 17) geht von einer «undifferenzierten  psychosomatischen Matrix» aus, die sie «als das früheste psychophysiol. S.» bez. S. bez. also allg. die innerpsych. Repräsentanz der Gesamtheit einer Person (einschließlich des Körpers und ihres seelischen Bereichs). Selbst.

Referenzen und vertiefende Literatur

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