Selbsterfahrung

 

(= S.) [engl. self-experience], [KLI], hat allg. zum Ziel, sich selber besser kennenzulernen und in der Folge weiterzuentwickeln. Dies kann für daran interessierte Personen ein Selbstzweck sein, oft ausgelöst durch persönliche Krisen, die nicht zu Störungen von Krankheitswert und damit nicht zur Inanspruchnahme professioneller Psychoth. führen. S. (in Form von Gruppen- und/oder Einzels.) wird i. d. R. auch als Teil von Psychoth.ausbildungen vorgeschrieben: Persönliche Schwächen, die eine therap. Tätigkeit beeinträchtigen könnten, sollen erkannt und die Flexibilität in der Beziehungsgestaltung vergrößert werden. S. kann einzeln und in Gruppen durchgeführt werden. Eine bes. Form ist die Lehranalyse. Dass S. tatsächlich zu den erwünschten Effekten führt, ist empirisch nicht belegt, was angesichts des hohen Kostenanteils von S. für einige Therapieausbildungen unerfreulich ist.