Selbstinvolvierung

 

(= S.) [engl. self-involvement; lat. involvere einwickeln], [EM], Handlungen lassen sich bezüglich der Gründe (Motiv) für ihre Ausführung auf einem Kontinuum von unpersönlich/materiell bis persönlich/selbstbestimmt einordnen. S. bezeichnet die Tatsache, dass eine Handlung für die Selbstdefinition, den Selbstwert (Selbstwertgefühl, Selbstwertregulation) und die persönlichen Interessen einer Person bedeutsam ist. Das Ausmaß an S. variiert je nach Handlung. Selbstinvolvierende Handlungen können von Handlungen unterschieden werden, in denen Personen lediglich nach materiellen Anreizen (z. B. Geld) oder physischen Anreizen (z. B. Schmerzvermeidung) streben, die keine direkten Konsequenzen für ihren Selbstwert und ihre Selbstdefinition haben. Handlungen, die direkte Konsequenzen für Selbstwert und Selbstdefinition haben, führen zu hoher S. Handlungen, die nur wenig relevant für das Selbst sind, führen zu niedriger S. Typisch für selbstinvolvierende Handlungen sind Tests hoch bewerteter Fähigkeiten (soziale Bewertung, soziale Bewertungstheorie, Ich-Involvierung, ego involvement), Handlungen unter persönlicher Bewertung bei hoher Selbstaufmerksamkeit und Handlungen, die mit persönlich wichtigen Zielen und Interessen in Verbindung stehen. Der motivationale Effekt von S. besteht darin, dass sie mit einer hohen Erfolgswichtigkeit einhergeht. Die Folge ist, dass S. hohe Anstrengung rechtfertigt (Theorie der Motivationsintensität). Motivation.

Verwendete Literatur

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