Selbstmotivierung

 

(= S.) [engl. self-motivation], [EM, PER], ist eine Selbststeuerungskompetenz (Selbststeuerung, Motivation), die die Umsetzung von Zielen unterstützt. S. ist besonders dann wichtig, wenn i. R. der Zielverfolgung schwierige oder unangenehme Aufgaben erledigt werden müssen. Positive S., ist die Fähigkeit, auch unangenehmen Dingen etwas Positives abzugewinnen, sich bei Laune zu halten und sich selbst durch pos. Gedanken zu motivieren (z. B. wie schön es sich anfühlen wird, den Prüfungsstoff zu beherrschen). Positive S. fällt besonders leicht, wenn es schon bei der Zielbildung gelingt, viele Randbedingungen (z. B. eigene Wünsche, übergeordnete Ziele und soziale Erwartungen) gleichzeitig zu berücksichtigen und Ziele in das Selbst zu integrieren (Regulation, integrierte). Positive S. ist eine Form willentlicher Steuerung, die nicht anstrengt und erschöpft (Ich-Erschöpfung), sondern energetisiert. Personen mit einer Disposition zur prospektiven Handlungsorientierung (Handlungskontrolltheorie) können pos. S. auch unter Belastung effizient einsetzen. Positive S. entsteht in der Kindheit (und danach) durch Internalisierung erfahrener Ermutigung von Bezugspersonen in positiven Beziehungen (in denen sich die Person angenommen fühlt). Ängstliche S. liegt vor, wenn Personen sich motivieren, indem sie sich die neg. Konsequenzen der Handlungsunterlassung vorstellen (z. B. eine Prüfung nicht zu bestehen, wenn man nicht lernt). Diese Form der vermeidungsmotivierten Steuerung kommt eher zum Tragen, wenn Personen sich wenig mit ihren Zielen identifizieren (Regulation, introjizierte, externale) und wenig selbstbestimmt sind (Fremdbestimmtheit). Ängstliche S. ist zwar wirksam, aber anstrengend und erschöpfend (Ich-Erschöpfung).

Referenzen und vertiefende Literatur

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