Self-Assessment

 

(= S.) [engl. self selbst, assessment Einschätzung], [DIA], beim S. testet sich eine Person (zumeist über das Internet) selbst, d. h., sie absolviert den diagnostischen Prozess eigenverantwortlich und fachpsychol. unkontrolliert. Trotzdem kommen einschlägige psychol.-diagn. Verfahren (vor allem psychol. Tests) zum Einsatz; allerdings selten dieselben wie in der psychol. Fallbehandlung im traditionellen Setting. Ursprünglich waren S. zur Selektionsdiagnostik gedacht, und zwar als Internet-Testung mit der Funktion eines Screenings, also einer grobklassifizierenden Vorauswahl. In der Zw.zeit haben S. im Zus.hang mit der Studienberatung große Bedeutung erlangt (Kubinger et al., 2012). Eine eignungsbezogene Rückmeldung über Stärken und Schwächen in Bezug auf das angestrebte Studium bietet Studienplatzbewerbern nicht nur eine obj. Entscheidungsgrundlage, sondern liefert förderungsorientiert auch Tipps, wie allfällige Schwächen mittelfristig durch psychol. Maßnahmen egalisiert oder zumindest reduziert werden können. In diesem Zus.hang besteht der bes. Vorteil, dass trotz ihrer grundsätzlichen Verfälschbarkeit (Unverfälschbarkeit) auch Persönlichkeitsfragebogen eingesetzt werden können, weil es eben allein im Interesse des Bewerbers liegt, verwertbare Testergebnisse zu erhalten. Da es das Ziel einer berufsbezogenen Eignungsdiagnostik hat, muss ein solches S. jedenfalls der DIN 33430 (Anforderungen an Verfahren und deren Einsatz bei der berufsbezogenen Eignungsdiagnostik; DIN Deutsches Institut für Normung e.V., 2016) entsprechen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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