Sensorische Abschwächung

 

(= Sens. A.), [engl. sensory attenuation], [KOG, WA], bez. die abgeschwächte sens. Verarbeitung von Reizen, wenn diese das Ergebnis einer selbstgenerierten Handlung sind. Dabei wird Sens. A. bei versch. exp. Aufgaben wie auch in versch. Modalitäten gefunden. Sens. A. wird mit dem Zus.wirken von internalen Vorhersagemodellen (Vorwärtsmodell und inverses Modell) erklärt. Zentrale Bestandteile dieser Vorhersagemodelle sind die motorische Information (Efferenzkopie; Reafferenzprinzip) und das sens. Feedback (Lernen, motorisches). Stimmen diese überein, d. h. vorhergesagtes sens. Feedback (basierend auf der motorischen Information) und tatsächliches sens. Feedback, dann tritt eine Sens. A. des sens. Reizes auf. Basierend auf den Vorhersagemodellen, läßt sich Sens. A. hinsichtlich einer Vielzahl von expliziten (z. B. Ratingskalen zur Einschätzung der Verursachung einer Handlung, sense of agency) Urteilen, wahrgenommenen sens. Unterschieden bspw. hinsichtlich der Intensität von selbstgenerierten Tönen wie auch in der reizbasierten Verarbeitung im Hirn (z. B. abgeschwächte N1-Amplitude für selbstgenerierte Töne im EEG) finden. Damit ist Sens. A. ein Effekt von Handlungs-Wahrnehmungs-Kompatibilität.