Shepard, Roger N.

 

(geb. 1929), [HIS, KOG], Roger Newland Shepard ist ein US-amerik. Kognitionswissenschaftler. Er wurde in Palo Alto, Kalifornien, geb. Er promovierte 1955 bei Carl Hovland an der Yale University, arbeitete an der Harvard University, den Bell Telephone Laboratories, wurde Professor an der Harvard University und lehrte und forschte dann ab 1968 über 30 Jahre an der Stanford University. Shepard gehört mit Leda Cosmides, Egon Brunswik und J. J. Gibson zu den Psychologen, die rationales Verhalten in Relation zur Umwelt (statt zu logischen Prinzipien) untersuchen (Ökologische Rationalität). Er hat sich mit dem Problem der Generalisierung beim Lernen (Generalisierungsgradient), mit Scheinbewegungen (Bewegungstäuschung), nichteuklidischer Raumwahrnehmung und mentaler Rotation von vorgestellten zwei- oder dreidimensionalen Objekten (imagery) befasst (Shepard & Metzler 1971, Shepard 1990). 1960 beschrieb Shepard eine optische Täuschung, die als Shepard-Tische (Shepard tables, Shepard tabletops) oder Shepard'sche Täuschung bez. wird. Zu sehen sind zwei gezeichnete Tische, die aufgrund der perspektivischen Wahrnehmungserfahrung als völlig verschieden wahrgenommen werden, jedoch in der Paralellogrammform der Tischplatten identisch sind. Shepard erhielt für seine wiss. Arbeiten eine Vielzahl von Auszeichnungen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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