Signifikanz

 

(= S.) [engl. significance; lat. significare zu erkennen geben, anzeigen], [FSE], Bedeutsamkeit; insbes. die stat. Bedeutsamkeit, die i. R. der Hypothesentestung mittels des Signifikanztests festgestellt wird. S. liegt vor, wenn ein empirischer Befund (z. B. Unterschied zw. Gruppen, Zus.hang von Merkmalen), der in einer Stichprobe gemessen wurde, unter der Annahme, dass in der Population kein Effekt existiert bzw. die Nullhypothese gilt (d. h. Annahme: in Wahrheit bzw. allg. besteht kein Gruppenunterschied bzw. kein Zus.hang), hinreichend unwahrscheinlich ist. Ab welchem Wahrscheinlichkeitswert ein gemessener Effekt als hinreichend unwahrscheinlich unter der Nullhypothese gilt, wird über das Signifikanzniveau festgelegt (z. B. α ≤  .05). Ist ein Ergebnis unter Annahme der Nullhypothese hinreichend unwahrscheinlich – also signifikant –, so wird im Umkehrschluss die Angemessenheit der Nullhypothese verworfen und die  Alternativhypothese angenommen.

Klin. S. (syn. klin. Relevanz, praktische Relevanz) berücksichtigt neben stat. S. das Ausmaß der Veränderung (Effektgröße) in Richtung eines zufriedenstellenden Behandlungserfolgs. Zudem basiert die Beurteilung der klin. S. (ggf. auf mehreren) Indikatoren, deren Validität explizit begründet werden muss. EvidenzbasierungOutcome.

Referenzen und vertiefende Literatur

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