Sinne

 

(= S.) [engl. senses], [BIO, WA], Sinnesorgane, dienen dem Organismus zur Aufnahme verschiedenartigster Reize und vermitteln dem zentralen Nervensystem die vielfältigen Informationen über das innere und äußere Milieu des Organismus. Die S. enthalten Rezeptoren, Zellen, die spezif. versch. Energieformen der Umgebung derart in nervöse Impulse umsetzen, dass die Information des Reizes durch die Impulsfrequenz und/oder die Zahl der Rezeptoren verschlüsselt wird. Die Rezeptoren eines S.organes reagieren auf eine ausgewählte Energieform mehr oder weniger spezif., d. h. mit wesentlich niedrigerer Reizschwelle, als andere Rezeptoren (adäquate Reize, spezifische Sinnesenergien). So reagieren die Stäbchen und Zapfen des Auges vornehmlich auf Licht (adäquater Reiz), doch reagieren sie auch auf Druck, wenn auch mit einer wesentlich höheren Reizschwelle als die Druckrezeptoren in der Haut; eine Einteilung der Sinne nach ihrer Modalität, dem Sinnesorgan und den Rezeptoren gibt die beistehende Tab. Auch diese Einteilung nach den heute gebräuchlichsten Kriterien ist nicht voll befriedigend. Eine ältere Einteilung nach den qualitativen Unterschieden der Erlebnisse umfasst zwölf Sinne. In der klassischen Medizin des Altertums und der frühen Neuzeit wurden fünf Sinne unterschieden: Gesicht, Gehör, Geschmack, Geruch, Gefühl. Etliche Sinnesorgane haben überwiegend oder ausschließlich die Aufgabe, als Messfühler an der Regelung physiologischer Prozesse mitzuwirken. Manche von ihnen vermitteln keine bewussten Empfindungen, z. B. Propriozeptor zur Erfassung der Muskellänge oder Sehnendehnung.

Referenzen und vertiefende Literatur

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