Sinnespsychologie

 

(= S.) [engl. sensory psychology], [BIO, WA], der Teil der Ps., der sich mit den psychischen Erscheinungen im Bereich der Sinne befasst. Young, Purkinje, Joh. Volkmann gelten als die Begründer der S. und Fechner, Helmholtz, Hering, Wundt als die großen Schrittmacher. Heute wird der Begriff S. kaum noch gebraucht. Die Erforschung der Sinnesempfindungen und -funktionen teilt sich auf in folgende Teilgebiete: (1) Sinnesphysiologie, die sich mit der objektiv physiologischen Seite der Sinnesreizverarbeitung vom Sinnesorgan bis hin zu den Gehirnzentren befasst und daher heute als objektive Sinnesphysiologie bezeichnet wird. (2) Psychophysik, die sich mit der Beziehung zwischen der durch die Sinnesreize ausgelösten Sinnesaktivität und den dadurch in uns ausgelösten Wahrnehmungen und Sinnesempfindungen befasst. Sie ist zugleich Teil der umfassenderen (3) Wahrnehmungsps. (früher auch: subjektive Sinnesphysiologie), die sich vornehmlich mit den von uns erlebten subjektiven Wahrnehmungen und Empfindungen befasst, wie sie etwa bei Patienten zur Prüfung der Leistung von Sinnesorganen herangezogen werden.

Referenzen und vertiefende Literatur

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