Skalen zur Erfassung des schulischen Selbstkonzepts (SESSKO)

 

2012, von C. Schöne, O. Dickhäuser, B. Spinath & J. Stiensmeier-Pelster, 1. Aufl. 2002, [www.testzentrale.de], [DIA, PÄD], rational konstruiertes Fragebogenverfahren, Selbstbericht. AA Schüler der Primar- und Sekundarstufe I, Klassenstufe 3–10. Die SESSKO erfassen das allg. (d. h. nicht fachspezifische) Fähigkeitsselbstkonzept (= F.) von Schülern. Über vier Skalen wird die Wahrnehmung eigener schulischer Fähigkeiten im sozialen Vergleich, im Vergleich mit den schulischen Anforderungen (kriterial), im intraindiv. Vgl. sowie ohne Vorgabe eines Referenzrahmens (Selbstkonzept – absolut) erfasst. Das erfasste F. ist gemäß der zugrunde gelegten Def. auf kogn. Aspekte beschränkt und schließt affektive Aspekte aus. Der Einsatz der SESSKO ist i. R. einer umfangreichen Motivationsdiagnostik und Fähigkeitsdiagnostik insb. dann angezeigt, wenn erwartungswidrige Leistungen vorliegen und unrealistische Fähigkeitsselbsteinschätzungen als eine Ursache dessen vermutet werden. Die Durchführung erfolgt durch diagn. geschulte Anwender als Einzel- oder Gruppentest. Die Bearbeitungszeit liegt bei 7–15 Min. (Primarstufe) bzw. 10–15 Min. (Sekundarstufe I; jew. zzgl. Instruktion). Die Auswertung nimmt etwa 5–7 Min. in Anspruch. Die Skalen bestehen aus jew. 5 oder 6 Items (insg. 22 Items), die auf einer fünfstufigen Zustimmungsitems in Form eines semantischen Differenzials durch Ankreuzen beantwortet werden. Es resultieren vier Testwerte, ein Gesamtwert über alle vier Skalen wird nicht gebildet. Normierung: Die SESSKO wurden 2012 neu normiert. Die Normstichprobe umfasst 3348 Schüler aller Regelschulen aus sieben Bundesländern. Es werden getrennte Normwerte für Primar- und Sekundarstufe I zur Verfügung gestellt. Die Normtabellen bieten Prozentrangwerte, T-Werte sowie T-Wert-Bänder. Die Objektivität ist durch exakte Anweisungen und Instruktion, durch detaillierte Auswertungshinweise inkl. einer Auswertungsschablone sowie durch Interpretationshilfen mit Fallbeispielen sichergestellt. Reliabilität: Die interne Konsistenz liegt in der Primarstufe bei α = ,80–,86 und in der Sekundarstufe bei α = ,82–,89. Die Testhalbierungsreliabilität liegt bei r = ,84–,87 (Primarstufe) bzw. r = ,84–,89 (Sekundarstufe). Validität: Die faktorielle Validität konnte in zwei aktuellen Stichproben erneut bestätigt werden. Korrelationen mit Außenkriterien (u. a. Schulleistung, Selbstwert, Prüfungsangst, Zielorientierung) belegen die Kriteriumsvalidität des Verfahrens. Es liegt eine parallele, nicht normierte Version für Studierende vor.