social entrepreneur

 

(= s. E.) [engl.] sozialer Unternehmer, [AO, SOZ, WIR], ist die Bez. für unternehmerisch tätige Personen, deren Aktivitäten und Betätigungsfelder im Non-Profit-Bereich (Non-Profit-Organisation) oder Bürgersektor angesiedelt sind. Soziale Unternehmer agieren hauptsächlich in zivilen Kreisläufen und engagieren sich in erster Linie dort, wo aufgrund problematischer gesellschaftlicher Entwicklungen oder sozialer Missstände Veränderungen erforderlich erscheinen (Bekämpfung von Armut, Analphabetismus oder Umweltzerstörung, Schutz von Kindern, Behinderten, Benachteiligten oder Minderheiten). Ps. interessant sind Beweggründe, die den s. E. vom Unternehmer unterscheiden, der sich mit primär eigennützigen und zumeist auch kurzfristigen Ertragszielen in Markt- und Wirtschaftskreisläufen bewegt. Ein Unterschied ist die Motivation des s. E., die aus gemeinnütziger und langfristiger Nutzengenerierung und aus sozialen Zielen mit großer persönlicher Bedeutsamkeit resultiert. Ein zweiter Unterschied sind ethische Maximen des unternehmerischen Handelns. Der s. E. lässt sein Handeln nicht hauptsächlich davon leiten, sein eigenes materielles Wohlergehen zu steigern. Er fühlt sich vielmehr solchen Werten verpflichtet, die eine Verbesserung der sozialen und materiellen Situation benachteiligter oder bedürftiger Personen und des kollektiven Wohlergehens beinhalten. Neben Unterschieden weisen soziales und ökonomisches Unternehmertum auch Gemeinsamkeiten auf. Dazu gehören Eigeninitiative, Risikobereitschaft und andere Merkmale der unternehmerischen Persönlichkeit. Zur Erforschung des s. E. werden bislang primär Fallstudien durchgeführt, die zeigen, dass es fließende Übergänge zw. sozialem und ökonomischem Unternehmertum gibt.

Referenzen und vertiefende Literatur

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