soziale Kompetenzen

 

(= soz.. K.) [engl. social competencies; lat. competere zu etwas fähig sein, wetteifern], [PER, SOZ], bilden einen Komplex von Fähigkeiten, die dazu dienen, dem Individuum die Möglichkeit zu geben, in Kommunikations- und Interaktionssituationen, entsprechend den Bedürfnissen der Beteiligten Realitätskontrolle zu übernehmen. Bestimmt werden diese Fähigkeiten durch die Eigenschaften der Handlungsregulation, die spezif. Anforderungsstruktur des Tätigkeitsbereichs, die möglichen Ergebnisse des Sozialverhaltens in der Situation und die Entscheidungswahrscheinlichkeit für das Verhalten. Ps. setzen sich soz. K. aus relativ konsistenten Personvariablen und Mechanismen der Tätigkeitsregulation zus. Sie beinhalten kognitive Konzepte über die eigene Person und Situation sowie Affekte i. S. motivationaler Bestrebungen und interpersonale Fertigkeiten. Wesentliche Bestimmungsstücke soz. kompetenten Verhaltens sind Zweckrationalität, verstanden als Angemessenheit der eingesetzten Mittel, und Situationsangemessenheit (auch Soziotopografie sozialer Kompetenzen genannt, um zu verdeutlichen, dass Kompetenzausprägungen in ihrer Wirksamkeit situationsabhängig sind). Soz. kompetentes Verhalten lässt sich nur in Interaktionssituationen beurteilen. Zielerreichung ist eine weitere wichtige Komponente.