Spektralfarben

 

(= S.) [engl. spectral colors; lat. spectrum Gespenst], [WA], schickt man einen Strahl weißen Lichtes durch ein Prisma auf eine neutral gefärbte Fläche, so erscheint ein farbiges Band mit immer gleicher Reihenfolge der Farben (Farbenlehre) von Rot über Orange, Gelb, Grün, Blau bis Violett. Dieses farbige Band heißt Spektrum. Als S. bez. man die i. S. von Newton homogenen Lichter oder gleichbedeutend damit solche, die nur einem sehr kleinen Ausschnitt des sichtbaren Spektrums entsprechen (häufig LichtereinerWellenlänge oder monochromatische Lichter genannt). Für die Psychophysik der Farben haben die S. große Bedeutung, weil nur sie durch Wellenlängen physikal. eindeutig zu kennzeichnen sind. Schwellenwertuntersuchungen (spektrale Unterschiedempfindlichkeit) u. ä. beziehen sich stets auf das nach Wellenlängen gestufte Spektrum als physikal. Variable. Von S.eichung spricht man in der Kolorimetrie, wenn die S. geometrisch in einem normierten Gemischsystem dargestellt werden. Die physikal. Wellenlängenskala erleidet dabei Verzerrungen und verliert ihre metrischen Eigenschaften. Der Begriff der Eichung bezieht sich hier nur auf die Ausgangsfarben des Gemischsystems.