Spence, Kenneth Wartinbee

 

(1907–1967), [EM, HIS, KOG], amerik. Lerntheoretiker der neobehavioristischen Schule (Neo-Behaviorismus) von Hull. Spence wurde in Chicago geb., wuchs in Kanada auf und studierte an der McGill University, arbeitete dann im Laboratorium von Robert M. Yerkes an der Yale University, wo er Clark Hull kennenlernte. Nach seinem Abschluss war er in der Primatenforschung tätig. 1937 wurde er Assistenzprofessor an der University of Virginia, 1938 ging er an die State University of Iowa (heute University of Iowa), wo er 26 Jahre lang lehrte und ab 1942 Leiter des Departments für Ps. wurde. 1964 ging Spence an die University of Texas. Mit Kurt Lewin, Gustav Bergmann und anderen wurde das Ps.department der University of Iowa zu einem der führenden Institute in den USA. Spence entwickelte die Theorie von Hull weiter. Er hat Leistungen im Bereich der Lern- und Motivationstheorien erbracht, hat hierzu exp. geforscht und er hat zur Methodologie und Wissenschaftsphilosophie gearbeitet. Spence nahm an, dass zum Lernen kein reinforcement erforderlich ist, sondern Lernen latent erfolgt, reinforcement beeinflusse das Auftreten eines Verhaltens, nicht aber das Erlernen der Reaktion. Spence war mit der Psychologin Janet Taylor Spence (geb. 1923) verheiratet.