Spirometrie

 

(= S.) [engl. spirometry; lat. spirare atmen], [BIO, DIA], Volumen-basiertes Verfahren zur Atmungsmessung (Respiration). Inspiratorisches oder exspiratorisches Volumen wird während Spontanatmung (Ruhe oder körperliche Aktivität) oder forcierter Atmung mittels Differenzverstärker erfasst und per linearem Signalwandler in ein elektrisches Signal übertragen, welches vom psychophysiol. Verstärker verarbeitet werden kann. Spirometrische Messungen werden z. B. eingesetzt, um Lungenvolumen und damit Lungenfunktion zu testen. Typ. Messparameter sind: Einsek.kapazität [engl. forced expiratory volume/FEV1], also das Volumen, das nach max. Inspiration innerhalb einer Sek. ausgeatmet werden kann, die Vitalkapazität ([engl. vital capacity]; max. Atemvolumen, also Atemzugsvolumen plus Reservevolumina), max. inspiratorischer und exspiratorischer Fluss [engl. maximal inspiratory/expiratory flow], sowie Atemwiderstand (Ritz et al., 2002). Für die Messung von inspiratorischem und exspiratorischem Fluss ist ein sog. Pneumotachograf notwendig, eine spez. Variante des Spirometers. Restriktive (z. B. Verlust an Lungengewebe) oder obstruktive Lungenkrankheiten (z. B. Asthma, Lungenerkrankung, chronisch obstruktive (COPD)) sind mit spezif. Änderungen in mit S. erfassten Lungenfunktionsparametern assoziiert (Lorig, 2007). Für die Anwendung bei Personen, die von diesen Krankheiten betroffen sind, stehen mobile Spirometer zur Verfügung, die nach vorgefertigten Protokollen die Lungenfunktion erfassen können.

Referenzen und vertiefende Literatur

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