Spironolacton

 

(= S.) [engl. spironolactone], [PHA], Aldosteron-Antagonist, therap. Einsatz bei Krankheiten, bei denen vermehrte Mengen biol. aktiven Aldosterons zu einer Störung des Wasserhaushalts geführt haben (Conn-Syndrom, Hyperaldosteronismus). Auch Hinweise auf prophylaktische Wirkungen bei Manie. S. hat jedoch auch extrarenale Wirkungen, so antiandrogene Effekte (Antiandrogene). Beim prämenstruellen Syndrom scheint das Befinden pos. beeinflusst zu werden. S. hat zentralnervöse Angriffspunkte, die hippocampalen Mineralokortikoid-Rezeptoren, zu denen es eine hohe Affinität besitzt. Tieruntersuchungen liefern Hinweise auf die psych. Wirkungen, wozu v. a. anxiolytische Effekte gehören. Durch Scopolamin induzierte kogn. Dysfunktionen konnten mit S. reduziert werden. In Humanuntersuchungen rief S. EEG-Veränderungen und eine Beeinflussung der Schlafstruktur hervor. Der Wirkmechanismus für die psych. Wirkungen wurde noch nicht aufgeklärt.