Sportpsychologie

 

(= S.) [engl. sport and exercise psychology], ist in Forschung, Lehre und Praxis ein Teilgebiet der Ps. Als sozial- und verhaltenswiss. Disziplin beschreibt und erklärt sie die Antezedenzen (z. B. Erwartung), die Begleitphänomene (z. B. affektive Reaktionen, Affektivität) und die Konsequenzen (z. B. Wohlbefinden) des Aktivitätsverhaltens (Aktivität, körperliche) sowie deren Interaktion in sportlichen Inszenierungen (Training, Wettkampf) oder in Alltagssituationen. S. ist auch jene praktische Tätigkeit, bei der spezif. qualifizierte Personen sportpsychol. fundiertes Änderungswissen einsetzen, um sportliche Leistung oder körperlich aktives Verhalten und die damit verbundenen psych. Zustände oder Prozesse bei einer Person oder einer Gruppe von Personen in der Absicht zu beeinflussen, diese Zustände oder Prozesse zu stabilisieren, zu optimieren oder zu verändern. Sportpsychologen lehren und forschen an Hochschulen, dort meist der Sport- und Bewegungswissenschaft zugeordnet, oder sie arbeiten im Leistungs-, Freizeit- oder Gesundheitssport, in der aktivitätsbezogenen Präventionspraxis und der Rehabilitation. Ein Teil von ihnen ist in Fachgruppen organisiert, für die in Dt. die Arbeitsgemeinschaft für S. (ASP) steht, die mit der Zeitschrift für S. ein eigenes Publikationsorgan herausgibt. Internat. existieren weitere Fachgruppen und auch sportpsychol. Zeitschriften, die im Science Citation Index gelistet sind. Die Systematik des Fachgebiets enthält nahezu alle Gebiete der wiss. Ps. Die Forschung ist sowohl grundlagen- als auch technologisch orientiert und bedient sich des geläufigen Methodenrepertoires der Ps. Derzeit ist eine dominante Orientierung an der empirisch-analytischen Epistemologie erkennbar.

Referenzen und vertiefende Literatur

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