Sprachförderung

 

(= S.) [engl. promotion of language skills], [EW, KOG, PÄD], informelle Bez. für eine päd. Intervention bei Sprachauffälligkeiten ohne Störungswert zur Unterstützung des Spracherwerbs (Sprachentwicklung) und der Weiterbildung vorhandener sprachlicher Fähigkeiten. Sie soll bei umgebungsbedingten Sprachauffälligkeiten (z. B. zu wenig sprachliche Anregung, unzureichende bzw. fehlerhafte Sprachmodelle, etwa bei Kindern mit Dt. als Zweitsprache oder Kindern aus «bildungsfernen» Elternhäusern) nach entsprechender Beratung, Unterweisung und Supervision alltagsintegriert eingesetzt werden; sie ist von Sprachtherapie abzugrenzen. S. umfasst v. a. situationsbezogene Wortschatzerweiterung und Satzbildung sowie die Vermittlung von Freude beim Gebrauch von Sprache als Instrument. Neben elternzentrierten Ansätzen (s. Late Talker und das Heidelberger Elterntraining) wird päd. S. in Frühförderstellen sowie für Risikokinder in Kindertagesstätten angeboten (Entwicklungsförderung). Es gibt explizite Sprachfördermaßnahmen mit definierten Fördereinheiten in (evaluierten) materialgebundenen Sprachförderprogrammen, die spielerisch durchgeführt werden.

Referenzen und vertiefende Literatur

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