Sprachphilosophie

 

(= S.) [engl. linguistic philosophy, philosophy of language], [KOG, PHI], sehr heterogene theoret. Überlegungen, denen gemeinsam ist, dass sie sich unter dem Anspruch phil. Grundsätzlichkeit (Philosophie) mit Sprache befassen. Es können drei Hauptaspekte unterschieden werden (Fahrenbach, 1970): (1) Frage nach dem Wesen der Sprache, die ähnlich auch von der allg. Sprachwiss. (Linguistik) gestellt wird; (2) kritische wissenschaftstheoretisch-methodologische Reflexion sprachwiss. Ansätze; (3) Untersuchung der fundamentalen Bedeutung von Sprache für die Philosophie selbst, insges. und in ihren verschiedensten Teilgebieten und Problemstellungen. Im letztgenannten Sinne hat die Sprachthematik in der Philosophie im 20. Jhd. ihre eminente Bedeutung gewonnen, was zu tief greifenden Auswirkungen auch auf viele Formal- und Realwiss. führt. Bsp. für Problemstellungen der S. wären: Funktion der Sprache im Erkenntnisprozess, logische Analyse natürlicher Sprachen, Möglichkeiten des Aufbaus von Kunstsprachen, Analyse von Grammatik- und Bedeutungstheorien, Analyse ethischer Aussagen, Zusammenhang zw. Sprache und Weltanschauung (Sapir-Whorf-Hypothese), Analyse sprachlichen Handelns (Sprechhandlung, Sprechakttheorie).

Referenzen und vertiefende Literatur

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