Sprechtätigkeit, Sprachtätigkeit

 

[engl. speaking activity], [AO, KOG], Begriff aus der Handlungsregulationstheorie (Hacker, 1978), der im Zusammenhang mit der Ausführungsregulation von Arbeitstätigkeiten eingeführt wurde. In Anlehnung an zahlreiche empir. Befunde, in denen sich die Sprache als förderlich für die Bewältigung sprachfreier bzw. auch sprachgebundener Aufgaben erwiesen hat, wird die analytische und synthetische Funktion der Verbalisierung als förderlich für die Bildung von Handlungsschemata und Plänen erachtet. In spezif. Bedeutung treten diese Begriffe in früherer sowjetischer Fachliteratur bzw. bei ihr nahestehenden dt. Autoren auf. Sie werden von verwandten Begriffen aus «westlicher» sprachwiss. Tradition wie Sprechen, Sprechhandlung, parole, z. T. kritisch abgehoben (Leontev, 1971). Sie sollen die Implikationen marxistischer Sprachauffassung, d. h. sowohl materialistische (morphologisch-physiol. und phylogenetische) als auch historisch-gesellschaftstheoretische (sozialkommunikative) Aspekte, zur Geltung bringen, wobei im Wesentlichen auf die Vorarbeit Wygotskis (Wygotski, 1972) verwiesen wird.

Referenzen und vertiefende Literatur

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