Standardisierte Link’sche Probe

 

2012, 2. Aufl., P. Metzler, [www.testzentrale.de], [BIO, DIA, KOG]. AA Jugendl. und Erw. Die Standardisierte Link’sche Probe (SLP)  ist ein Instrument zur klin. neuropsychol. Diagnostik exekutiver Dysfunktionen (psychiatr. und neurolog. Pat., u. a. mit präfrontalen und subcortikalen Hirnläsionen). Die SLP ist ein handlungsorientierter Problemlösetest mit großen Freiheitsgraden bei der Aufgabenlösung. Aus einer größeren Anzahl kleiner Würfel, bei denen eine unterschiedliche Anzahl von Flächen angefärbt ist, soll ein großer Würfel mit einer einheitlichen äußeren Färbung gebaut werden. Dabei wird das Problemlöseverhalten mithilfe von 10 Items erfasst, die jew. durch eine Ratingskala (0 bis 3 Punkte) auf der Basis von definierten Leistungskriterien bewertet werden. Mit dem Test können u. a. das explorative Verhalten, das zielgerichtete Handeln (Handlungsplanung und Handlungsorganisation), das Erkennen von Teilzielen und die Kontrollfunktionen beurteilt werden. Reliabilität(Gesamtscore): Innere Konsistenz: α=,93 (Gesamtstichprobe, N=327) bzw. ,84 (Normstichprobe, N=220). Interraterreliabilität: r=,98. Validitätwurde untersucht an einer Pat.stichprobe (N=69; nachgewiesene präfrontale Läsionen bei neurolog. Erkrankungen): Sensitivität=,84. Bei der SLP waren im Unterschied zum Wisconsin Card Sorting Test (WCST) die Störungen bei rechtsfrontalen Läsionen signifikant auffälliger als bei linksfrontalen. Eine kombinierte Anwendung der SLP mit dem WCST wird empfohlen. Normierung an einer Stichprobe von gesunden Pbn (N = 220; 14-60 Jahre). Für die klin. Diagnostik werden Cut-off-Werte in Abhängigkeit von Bildungsgrad und Geschlecht angegeben. Bearbeitungsdauer: Pbn ohne Leistungsstörungen: weniger als 10 Min. Bei Pbn mit exekutiven Dysfunktionen bis ca. 15 Minuten.