state

 

(= s.) [engl.] Zustand, [lat. status (Zu-)Stand], [EM, KLI, PER], bez. den psych. Zustand einer Person zu einem best. Zeitpunkt. Das Konzept des s. wurde von Cattell und Scheier (1961) als Pendant zum Konzept des trait (Eigenschaft) eingeführt. Während Eigenschaften zeitlich überdauernde und über Situationen generalisierte Verhaltenstendenzen beinhalten, beschreibt ein s. die zeitlich fluktuierende und zumeist situationsspezifische Befindlichkeit einer Person. Ursprünglich wurde das Konzept des s. nur für emot. Zustände wie die momentane Angst einer Person verwendet. Es lässt sich aber auch auf andere psych. Zustände sinnvoll anwenden (Bedürfnisse, Motivzustände, Persönlichkeitszustände, momentane Gedanken, Bewusstseinsinhalte). Inhaltliche Theorien (Cattell, Spielberger (State Trait Anxiety Inventory), Endler) und formale Theorien (Latent-State-Trait-Theorie von Steyer u. a.) gehen davon aus, dass ein s. (Angst, Leistungsmotivation) aus der Wechselwirkung zw. einem trait (Ängstlichkeit, Leistungsmotiv) und einem funktional äquivalenten Situationsmerkmal (Bedrohung, Leistungsanreiz) resultiert.

Referenzen und vertiefende Literatur

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