Statine

 

(= S.), [PHA], Arzneimittel, die durch Hemmung des Enzyms 3-Hydroxy-3-Methylglutaryl-Coenzym-A-Reduktase (HMG-CoA-Reduktase) die Cholesterinsynthese hemmen und dadurch die Serum-Cholesterinkonzentration beim Menschen signifikant und hochwirksam senken. HMG-CoA ist ein Intermediärprodukt in der Synthese des Cholesterins. Durch die Synthesehemmung kommt es zu einer vermehrten Expression von Rezeptoren für das low density lipoprotein (LDL), das folglich vermehrt in die Zellen aufgenommen wird. Die Konzentration des Serum-LDL, das wesentlich für die Arteriosklerose verantwortlich gemacht wird, sinkt. S. senken signifikant die kardio- und zerebrovaskuläre Mortalität. Zudem gibt es gute Belege dafür, dass auch das Risiko, an einer Demenz vom Alzheimer-Typ zu erkranken, signifikant gesenkt wird. Es gibt heute eine Vielzahl von S., die Substanzen mit dem größten Marktanteil sind Atorvastatin, Pravastatin und Simvastatin. Wichtigste Komplikation der Behandlung mit S. sind toxische Myopathien (= Erkrankungen des Muskels), z. T. mit potenziell lebensbedrohlichen Rhabdomyolysen. S. sind teratogen, in der Schwangerschaft sind sie daher kontraindiziert.