Stimmstörung

 

(= S.) [engl. dysphonia, voice disorder], [BIO, KOG], Dysphonie (Missklang der Stimme), Heiserkeit, belegte Stimme u. a. kann organisch bedingt sein durch Tumore, Entzündungen und Missbildungen des Kehlkopfes, auch durch Muskelerkrankungen, zentrale und periphere Lähmungen der Kehlkopfnerven (Stimmbandlähmung). Viel diskutierte angeborene S. bei Chromosomenaberration, Cri-du-chat-Syndrom (Katzenschrei), verbunden mit geistiger Entwicklungsstörung. Funktionell bedingte Dysphonie kann durch versch. Fehler der Stimm- und Atemtechnik (Phonoponose) oder psychogen verursacht sein. Zur Therapie der funktionellen S. gehören Regulierung der Stimm- und Atemtechnik. Taschenfaltenstimme entweder bei falscher Stimmtechnik oder grober anatomischer Veränderung an den Stimmlippen. Spastische Dysphonie, seltene Form der S., vorwiegend bei zentralnervöser Dysfunktion (Nervensystem). Aphonie = Stimmlosigkeit bei Verlust des Kehlkopfes oder schwersten anatomischen Veränderungen. Ersatzstimme ist erlernbar: Ösophagus-, Ructus-, Rülpsstimme. Auch Einsatz von elektrischen Sprechgeräten ist möglich. Funktionelle Aphonie ist meist psychogen bedingt und heilbar (Logopädie, Stimm- und Spracharzt).

Referenzen und vertiefende Literatur

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