Stressverarbeitungsfragebogen (SVF/SVF 120/SVF-S/SVF-ak/SVF-KJ)

 

SVF: 2008, 4. Aufl., G. Erdmann & W. Janke; SVF- [www.testzentrale.de], [DIA, GES, KLI, PER], Persönlichkeitsverfahren. AA 20 bis 79 Jahre. Mit dem Stressverarbeitungsfragebogen (SVF) werden Bewältigungs- bzw. Verarbeitungsmaßnahmen (Stressbewältigung) in belastenden Situationen erfasst, insbes. Merkmale, die sowohl kurz- und/oder langfristig zu einer Reduktion (Positiv-Strategien) als auch zu einer Steigerung der Belastungsreaktion (Negativ-Strategien) führen können. Die Standardform des SVF 120 dient der Erfassung von 20 über je einen Subtest definierten Stressverarbeitungsweisen i. S. zeit- und situations-(stressor-)stabiler Personmerkmale: Bagatellisierung, Herunterspielen, Schuldabwehr, Ablenkung, Ersatzbefriedigung, Selbstbestätigung, Situationskontrolle, Reaktionskontrolle, Positive Selbstinstruktion, Soziales Unterstützungsbedürfnis, Vermeidung, Flucht, Soziale Abkapselung, Gedankliche Weiterbeschäftigung, Resignation, Selbstbemitleidung, Selbstbeschuldigung, Aggression, Pharmakaeinnahme und Entspannung. Die Kurzform des SVF 78 enthält nur 13 der 20 Subtests. SVF 120 und SVF 78 stellen Weiterentwicklungen des SVF dar. Im SVF-S werden die im SVF 120/78 enthaltenen Stressverarbeitungsweisen für eine oder mehrere vom Untersucher zu definierende Belastungsbedingungen erfragt. Der SVF-ak erfasst retrospektiv Stressverarbeitungsweisen i. S. von «Zustandsmerkmalen» (state).

SVF-KJ: 2016, 2. Aufl., P. Hampel & F. Petermann;  [www.testzentrale.de], AA 8 bis 16 Jahre. 72 Items erfragen mittels fiktiver sozialer und schulischer Belastungssituation stressreduzierende (Bagatellisierung, Ablenkung/Erholung, Situationskontrolle, Positive Selbstinstruktionen, Soziales Unterstützungsbedürfnis) und stressvermehrende Strategien (Passive Vermeidung, Gedankliche Weiterbeschäftigung, Resignation, Aggression). Die Werte dreier Sekundärtests können bestimmt werden: Emotionsregulierende Bewältigung, Problemlösende Bewältigung, Negative Stressverarbeitung interpretiert werden können. Die Stressverarbeitungstendenzen können situationsspezif. und -übergreifend bestimmt werden.