Stufenmodell der Informationsverarbeitung

 

(= S. d. I.) [engl. stage model of information processing], [KOG, WA], ein S. beschreibt die menschliche Informationsverarbeitung als serielle Abfolge diskreter Verarbeitungsstufen. Die genaue Anzahl und Charakteristik der Stufen ist umstritten; typischerweise werden fünf Stufen unterschieden: Reizentdeckung, Reizidentifikation, Reiz-Reaktions-Übersetzung (Reaktionsauswahl), Reaktionsinitiierung, Reaktionsausführung. Frans Cornelius Donders entwickelte das erste, empir. fundierte S. mithilfe der Subtraktionsmethode (Donders’sche Subtraktionsmethode). Neuere empirische Arbeiten zur Organisation der I. verwenden dagegen eher die Additive Faktorenmethode (additive factor method) nach Saul Sternberg (Sternberg-Paradigma). S. sind in der psychol. Literatur weit verbreitet und erklären empirische Befunde zur Funktionsweise von Wahrnehmung, Gedächtnis und Handlungssteuerung. Manche Grundannahmen der S. (sowie der AFM) sind jedoch umstritten, z. B. ob der Informationsfluss zw. den Stufen diskret oder kontinuierlich erfolgt. Den Gegenentwurf zum S. stellen konnektionistische Netzwerke (s. a. PDP) dar.

Referenzen und vertiefende Literatur

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