Suizid, erweiterter

 

(= e.S.) [engl. extended murder/suicide], [RF], benennt eine suizidale Handlung (Suizid), in die eine oder mehrere Personen ohne deren Einwilligung einbezogen werden, meist Kinder der suizidalen Person. Überlebt diese, während das Opfer stirbt, handelt es sich um den sog. unvollendet gebliebenen e.S. E.S. ist vom gemeinschaftlich ausgeführten S. zu unterscheiden, ebenso vom S. nach vorausgegangenem Tötungsdelikt. Bei e.S. wird immer wieder eine symbiotisch erscheinende Täter-Opfer-Beziehung beobachtet, deutlich vor allem bei Tötung des kleinen Kindes durch die Mutter. Die hier zu postulierende Entgrenzung in der Rollenwahrnehmung (Rolle) ist vornehmlich einer schwer depressiven Täterverfassung zuzuschreiben (Depression).

Referenzen und vertiefende Literatur

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