Summativität

 

(= S.) [engl. summativity; lat. summa Gesamtergebnis], [WA], Kennzeichnung für Strukturen der Ganzheit und Gestalt. Nach Köhler (1920) ein Zusammen «dann und nur dann eine reine Summe von Teilen oder Stücken, wenn es aus ihnen, und zwar einem nach dem anderen, hergestellt werden kann, ohne dass infolge der Zusammensetzung einer der Teile sich ändert». Bedeutsam wurde diese Def., als durch die Gestaltpsychologie nachgewiesen wurde, dass es Ganze gibt (z. B. melodische Tonfolgen), die nicht mit der «Summe» ihrer Teile (der einzeln dargebotenen Töne) übereinstimmen. Bei einer solchen Teil-Ganzes-Beziehung besteht Nichtsummativität (syn. Übersummativität). Ganzqualität, Ganzbeschaffenheit.

Referenzen und vertiefende Literatur

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