Symptomwahrnehmung

 

(= S.) [engl. symptom perception], [GES, KLI], im Unterschied zu diskreten, vom Subjekt nicht ohne Hilfsmittel oder Hilfestellungen zu erfassenden Symptomen sind subj. Körpersymptome das Ergebnis von Prozessen der Informationsverarbeitung, die als S. bez. werden. Zu diesen Prozessen gehören neben der Wahrnehmung somatischer Vorgänge (vgl. Interozeption, Propriozeption) auch kogn. Attributions- (Kausalattribution) und Interpretationsformen. Ob eine unklare Empfindung als Symptom interpretiert wird, hängt so u. a. davon ab, ob ein Begriff für die Empfindung zur Verfügung steht, ob Hypothesen für deren Bewertung vorliegen und welchen Ursachen die Empfindung zugeschrieben wird.