Tausch, Reinhard

 

(1921–2013), [EW, HIS, KLI, PÄD], war der Wegbereiter der Gesprächspsychotherapie in Dt. Nach fast sechsjähriger Teilnahme am Zweiten Weltkrieg und schwerer Verwundung absolvierte Tausch in Hannover ein Kurzstudium zum Volksschullehrer. Dies ergänzte er um ein Psychologiestudium in Göttingen und promovierte 1951 bei J. von Allesch in Göttingen mit einer experimentalpsychol. Arbeit. Anschließend arbeitete er als Assistent von H. Düker in Marburg. Nach seiner Habilitation lehrte Tausch an der Pädagogischen Hochschule Kettwig. Nach kurzer Zeit an der Universität zu Köln wurde Tausch 1965 nach Hamburg berufen, wo er gemeinsam mit seiner Frau Anne-Marie Tausch und mit Mitarbeitern und Studierenden die Gesprächspsychoth. nach Carl Rogers durch empirische Untersuchungen stützte und weiterentwickelte. Ebenfalls gemeinsam mit seiner Frau erarbeitete er auch eine eigene Erziehungsps. mit dem Ziel «sozial-integrativer» Erziehung in Abhebung zu lenkender und autoritärer Erziehung (Erziehungsstile). 1970 war Tausch Mitbegründer der Gesellschaft für wiss. Gesprächspsychoth. (GwG). Publikationen mit hohen Auflagen, Seminare, Vorträge und Fernsehsendungen machten Tausch nicht nur in der Bundesrepublik bekannt. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, so 1991 mit der Hugo-Münsterberg-Medaille des BDP und 2002 mit dem Bundesverdienstkreuz.

Referenzen und vertiefende Literatur

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