Teilleistungsschwächen

 

(= T.) [engl. partial performance weaknesses], [KLI], (F81, umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten), neurogene Leistungsminderungen einzelner Faktoren oder Glieder innerhalb eines funktionellen Systems, das zur Bewältigung einer komplexen physiol. oder psychol. Anpassungsaufgabe wie Atmung, Lokomotion, Rechtschreiben, Rechnen, Denken erforderlich ist. Bei der Möglichkeit des Eintretens einzelner funktioneller Teilglieder füreinander und bei ihrer Polyvalenz, mit der sie in jew. anderer Konstellation an der Bildung mehrerer funktioneller Systeme beteiligt sind, sind zum Nachweis von T. etliche nach wahrnehmungs-, handlungs-, lern-, gedächtnis- und aktivierungstheoretischen sowie nach neuroanatomischen und -physiol. Gesichtspunkten systematisch variierte Aufgabenstellungen erforderlich. In der Abgrenzung zur allg. Lernunfähigkeit (Intelligenzminderung) finden sich neben T. andere, leistungsfähigere Teilfunktionen im gleichen Organismus. Über die Ätiologie von T. ist mit dem Begriff nichts ausgesagt.