Test zur Erfassung mathematischer Basiskompetenzen ab Schuleintritt (MBK 1+)

 

2017, M. Ennemoser, K. Krajewski & D. Sinner, [DIA, KOG, PÄD]. AA gesamtes 1. Schuljahr; ältere Kinder mit Rechenschwierigkeiten oder sonderpädagogischem Förderbedarf (Sonderpädagogik). Gruppentest zur Erfassung math. Basiskompetenzen, die als wichtige Voraussetzung für den späteren Schulerfolg in Mathematik gelten. Dem Verfahren liegt das entwicklungspsychol. Modell der Zahl-Größen-Verknüpfung (mathematische Kompetenzen, Entwicklungsmodell) zugrunde. Die numerischen Kompetenzen der Kinder werden durch 54 Aufgaben auf drei versch. Entwicklungsebenen erfasst (1. Zahlendiktat und Zahlenlücken, 2. Zahlvergleich, Zahlenstrahlen, Anzahlkonzept und Anzahlseriation, 3. Eins weniger, Zahlzerlegung, Teil-Ganzes und Textaufgaben), die ein zunehmend tieferes Zahlverständnis widerspiegeln. Das Verfahren liegt in zwei Pseudoparallelformen sowie in Kurz- und Langform vor. Die Ergebnisse liefern Hinweise auf Defizite in der numerischen Entwicklung, die ggf. spätere Rechenschwierigkeiten bedingen und durch Maßnahmen zur Prävention von Rechenschwierigkeiten ausgeglichen werden sollten. Normierung: 6086 Kinder aus 14 Bundesländern. Prozentränge und T-Werte für die Gesamtleistungen in Kurz- und Langform, zusätzlich Normtabellen für die drei Kompetenzebenen. Aufgrund der rasanten Entwicklungszuwächse nach Schuleintritt werden für das erste Schuljahr separate Normen für jedes Quartal angegeben. Ergänzend Normwerte für das 2. bis 4. Schuljahr sowie altersgestufte Normen für Förderschüler (jew. nur Langform). Bearbeitungsdauer: je nach Schulquartal Kurzform 20–45 min, Langform 30–60 min. Reliabilität: interne Konsistenz ,83–,93, Retest-Reliabilität ,67-,77. Prognostische Validität: Korrelation mit in der 2. Klasse erhobenem DEMAT 1+ (Deutscher Mathematiktest für erste Klassen (DEMAT 1+)) und HRT 1-4 (Heidelberger Rechentest (HRT 1-4)) zw. ,71 und ,74, mit Mathematiknote Ende 4. Klasse ,60.