testing the limits

 

(= t.) [engl. limit Grenze], syn. Ausschöpfungsverfahren, [DIA], Bez. für  Vorgehensweisen bei psychol. Testungen. Ursprünglich bezeichnet t. die 4. Phase der von Klopfer vorgeschlagenen mehrstufigen Testaufnahme des Rorschach-Protokolls (Rorschach-Test, Formdeutetest). Auf die Phase der eigentlichen Aufnahme des Testprotokolls erfolgt eine nicht direktive Befragung. Weitere Unklarheiten in der Aussage des Pb werden über den Vergleich mit anderen Antworten zu klären versucht. In der Phase des t. werden gezielte Fragen gestellt, um z. B. Determinanten und Inhalte der Antworten zu klären. Die Methode des t. findet zudem Anwendung im Kontext von Leistungstests. Hierbei wird eine ein- oder mehrfache Testwiederholung mit demselben Test oder Paralleltests unter Standardbedingungen oder gemäß gezielter Hypothesen variiert (z. B. Testung unter möglichst idealen oder weniger idealen zeitlichen, kontextuellen oder motivationalen Bedingungen) mit dem Ziel, inkrementelle Validität gegenüber der Einfachtestung zu erreichen. Häufig wird dabei versucht, den Leistungsbereich soweit auszureizen, bis sich die Leistungskurve asymptotisch an einen best. Bereich annährt. Lernpotenzial-Assessment-Center (LP-AC).