Testosteron

 

(= T.) [engl. testorone; lat. testes Hoden], [PHA]Steroidhormon aus der Gruppe der Androgene. Bei der Frau wird T. im Ovar und beim Mann in den Hoden sowie bei beiden Geschlechtern in geringem Maße in der Nebennierenrinde gebildet. Durch den Einfluss von T. bildet sich der männliche Phänotyp: der Penis und die Hoden vor der Geburt und während und nach der Pubertät die Körperbehaarung, die tiefe Stimme, der Aufbau von Muskelmasse, aggressiveres Verhalten und die Bildung von Spermien. Der T.spiegel im Blut ist bei einem erwachsenen Mann etwa 7–8-mal so hoch wie bei einer erwachsenen Frau, dieser Unterschied erklärt die Herausbildung des männlichen Erscheinungsbildes. Bei verheirateten Männern mit und ohne Kinder konnten geringere Spiegel des T. im Blut gefunden werden als bei unverheirateten Männern, dieser Effekt zeigt sich auch bei Frauen. Väter, die täglich mehr als drei Std. mit ihrem Kind verbringen, zeigen eine Reduktion des T.spiegels, aber auch Frauen mit Kindern unter 3 Jahren zeigen einen geringeren T.spiegel als Frauen ohne oder mit älteren Kindern. T. scheint somit neben seinen physiol. Wirkungen auch in einem engen Zus.hang mit der Paarbindung und der Versorgung von Nachwuchs zu stehen.