Textstruktur

 

(= T.) [engl. text structure], [KOG], die einem sprachlichen Text zugrunde liegende Bedeutungsstruktur. Kintsch (1974) versteht unter T. oder Textbasis eine Sequenz von Prädikat-Argument-Strukturen oder Propositionen. Nicht alle Propositionen einer T. müssen in dem sprachlichen Text ihren Ausdruck finden. Propositionen können in einem sprachlichen Text implizit enthalten sein. Die T. kommt nach Kintsch im Wesentlichen durch die Überlappung der Argumente der einzelnen Propositionen zustande. Propositionen, die ein Argument in eine T. einführen, sind für die T. bedeutsamer als solche, die Argumente aus anderen Propositionen wieder aufgreifen. Andere Autoren, z. B. Rumelhart (1977), verstehen unter T. vornehmlich ein kogn. Schema. Dieses repräsentiert die Organisationsstruktur eines Textes. Schemata sind ganzheitliche Repräsentationen von best. Ereigniszusammenhängen. Das bekannteste Schema ist die sog. story grammar (Rumelhart, 1975). Sie repräsentiert die Organisationsstruktur eines Erzähltextes. Sie bildet ein Regelsystem analog zu dem der generativen Grammatik, das es erlaubt, die Struktur einer Erzählung (story) aus dem übergeordneten Story-Symbol abzuleiten. Textlernen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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