Theorie der Motivationsintensität

 

(= T.) [engl. motivational intensity theory], [EM], nach der T. orientiert sich die Mobilisierung von Energie bzw. Anstrengung zur Ausführung zielgerichteten Verhaltens an einem Energiekonservierungsprinzip. Bestrebt, möglichst sparsam mit den eigenen Ressourcen umzugehen, investieren Organismen nur so viel Energie in eine Handlung, wie zu ihrer erfolgreichen Ausführung notwendig ist (Handlungsergebniserwartungen). Dementspr. postuliert die T., dass die Investition von Energie bzw. Anstrengung direkt von der Schwierigkeit der erfolgreichen Handlungsausführung bestimmt wird. Solange eine erfolgreiche Handlungsausführung möglich ist und die dafür notwendigen Ressourcen durch die Wichtigkeit der erfolgreichen Handlungsausführung gerechtfertigt sind, steigt die investierte Energie proportional zur Handlungsschwierigkeit an. Ist eine erfolgreiche Handlungsausführung unmöglich oder benötigt sie mehr Energie, als durch die Erfolgswichtigkeit gerechtfertigt ist, wird keine Energie investiert. Diese Vorhersagen gelten jedoch nur, wenn die Handlungsschwierigkeit bekannt und festgelegt ist. Ist die Handlungsschwierigkeit unbekannt oder nicht festgelegt, ist die investierte Energie bzw. Anstrengung proportional zur Wichtigkeit der erfolgreichen Handlungsausführung. Ursprünglich wurde die T. von Jack W. Brehm entwickelt, um den subj. Wert von Handlungszielen (Zielvalenz, Ziele) vorherzusagen. Er postulierte, dass die subj. Attraktivität eines Handlungsziels direkt durch die zur Zielerreichung investierte Energie bestimmt wird. Je höher die investierte Energie, desto höher die subj. Attraktivität des Ziels. Am meisten Verwendung hat die T. jedoch in der oben skizzierten Form zur Vorhersage von Anstrengung gefunden. Zur Erfassung von Anstrengung wurden dabei meist kardiovaskuläre Maße eingesetzt. Motivation.

Referenzen und vertiefende Literatur

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