Theorie des geplanten Verhaltens

 

[engl. theory of planned behavior], [EM, SOZ], die TPB lässt sich sowohl als eine Verallgemeinerung wie auch als eine Ergänzung der Theorie des überlegten Handelns (TRA) verstehen (Ajzen, 1985, 1991). Im Grundmuster ist die Theorie, einschließlich der definitorischen Bestimmung und der Determinationsabfolge, im Aufbau identisch wie die TRA. Zusätzlich wird jedoch berücksichtigt, ob die handelnde Person sich als jemand erlebt (Erleben), der sein Verhalten kontrollieren kann. Die «wahrgenommene Verhaltenskontrolle» (perceived behavioral control) wird als Determinante der Verhaltensintention eingeführt. Es wird davon ausgegangen, dass die Ausführung eines Verhaltens umso wahrscheinlicher ist, je größer die subj. Überzeugung (Überzeugungssystem) ist, das Verhalten unter Kontrolle zu haben, d. h. z. B. über genügend Fähigkeiten, Fertigkeiten oder auch Ressourcen zu verfügen, um das Verhalten zu realisieren. Die Zahl der Publikationen erreicht zwar nicht die Zahl der Arbeiten auf der Basis der TRA, dennoch demonstrieren auch hier vorliegende Metaanalysen eine erhebliche Fülle von Publikationen. (vgl. den Überblick bei Sheeran (2002) und die Metaanalyse von Albarracin et al. (2001), in der beide Theorien bezogen auf die Verwendung von Kondomen als Prävention vor Aids verglichen werden). Eine Diskussion beider Ansätze durch die Urheber beider Theorien findet sich bei Ajzen & Fishbein (2005).

Referenzen und vertiefende Literatur

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