therapeutische Gemeinschaft

 

(= t. G.) [engl. therapeutic community], [KLI], versucht, alle Beteiligten in den Therapieprozess zu integrieren. Kennzeichen der t. G. sind: freie Kommunikation in jeder Richtung, gemeinsame Analyse der Gruppenprozesse, Maßnahmen zum Abbau der Hierarchie, häufige Gesamt- und Gruppentreffen. Die t. G. entwickelte sich in unserem Kulturraum zuerst in England zur Betreuung von Kriegsgeschädigten des Zweiten Weltkriegs. Kritiker weisen darauf hin, dass der Einfluss von Verantwortung und Wissensvorsprung des Personals zu einer Kontrolle aller Details führen könne (Deubelius, 1981) und die Identifikation zur folie à deux oder folie à plusieurs. Das Konzept hat an Aktualität verloren.

Verwendete Literatur

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