therapeutische Veränderung in der Psychotherapie

 

(= t. V.), [engl. therapeutic change], [KLI], bez. die direkten und indirekten Effekte von Psychotherapie auf den Klienten und das ihn umgebende System. Psychoth. als dynamischer und zielgerichteter Prozess kann weitreichende Effekte auf versch. psychol., physiol. und soz. Veränderungsebenen (Therapieerfolg) hervorrufen, wobei über den Verlauf der Therapie hinweg (therapeutischer Prozess) unterschiedliche Bestandteile der Therapie zu deren Wirkungen beitragen können (Phasenmodell psychotherapeutischer Veränderungen). Da Psychoth. aus einer Vielzahl von möglichen Interventionsbestandteilen besteht, welche zu unterschiedlichen Graden miteinander interagieren können, lassen sich die Wirkungen von Psychoth. auf unterschiedlichen zeitlichen Ebenen abstrahieren (Lutz, 2010b). Innerhalb einzelner Therapiesitzungen kommen versch. und zahlreiche therap. Techniken (z. B. kogn. Reframing) zum Einsatz, welche in Form von unmittelbaren therap. Handlungen zu t. V. auf einer Mikroebene beitragen. Zw. den einzelnen Sitzungen einer Therapie zeigen sich ebenfalls Veränderungen, welche auf einer Mesoebene betrachtet werden können und nicht kontinuierlich oder linearer Natur sein müssen. Auf dieser Betrachtungsebene lassen sich bspw. Veränderungen, die sehr früh im therapeutischen Prozess stattfinden (rapid response, early change), und plötzliche Veränderungssprünge (sudden gains, sudden losses) betrachten. Veränderungen, die über den gesamten Therapieprozess (Aufwand-Wirkungs-Modell) und darüber hinaus stattfinden, können auf einer Makroebene betrachtet werden.

Verwendete Literatur

Sie sind schon registriert? Zur Anmeldung
Erstellen Sie einen Account um das komplette Literaturverzeichnis einzusehen.