Tiefenpsychologie

 

(= T.) [engl. depth psychology], [KLI], Sammelbegriff für die Richtung der Ps., die vorgibt, nicht an der «Oberfläche» des bewussten Seelenlebens haften zu bleiben, sondern in die unterbewusste und unbewusste Tiefe der Seele hineinzuleuchten und dabei insbes. die Beziehung zw. Gefühl und Willen «triebdynamisch» (Trieb) in den Vordergrund zu rücken. Ausgegangen von med. Beobachtungen, ist die T. inzw. Therapie, Wiss. und Weltanschauung zugleich geworden. Die Bez. T. kam etwa um 1930 auf, um sowohl alle Richtungen zu umfassen, die von Freud, Adler, Jung, Stekel u. a. ausgingen, zugleich aber auch, um eine Unterscheidung zw. der Psychoanalyse und den nicht Freud’schen Richtungen (z. B. Analytische Psychologie, Individualpsychologie) einzuführen. Tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie.