Tinnitus

 

(= T.) [engl. tinnitus; lat. tinnitus aurium Klingeln der Ohren], [BIO, WA], subj. Wahrnehmung von Geräuschen, ohne dass eine Geräuschquelle vorhanden ist. T. kann unterschiedliche Formen annehmen (Brumm- oder Pfeifton, Knacken, Klopfen, Rauschen oder Zischen), wobei die Geräuschempfindung gleichbleibend oder rhythmisch pulsierend sein kann. Beim sog. obj. T. (selten) ist hingegen eine externe Geräuschquelle vorhanden. Bis zu einer Dauer von drei Monaten gilt die Bez. akuter T., bei längerer Dauer chronischer T. Als Ursache wird eine Störung der auditiven Funktionen z. B. als Folge einer Erkrankung des peripheren oder zentralen Hörsystems angenommen (Hören). Stressfaktoren können den T. verstärken. Mithilfe bildgebender Verfahren wurde bei Menschen mit T. eine Zunahme der neuronalen Aktivität insbes. im Bereich des auditorischen Kortex, aber auch in anderen Hirnregionen gefunden. Man vermutet, dass diese veränderte neuronale Aktivität Ausdruck einer Kompensation der auditiven Funktionsstörung ist; diese Überaktivierung ist mit einer auditiven Phantomwahrnehmung assoziiert.

Referenzen und vertiefende Literatur

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